Mythen faszinieren noch immer
03 | 2010
Zuhörer lauschten Texten von Hesiod bis Kafka
Im Ausstellungraum des Museums Haus Ludwig in Saarlouis hatten sich zahlreiche Zuhörer eingefunden, die die Stoffe der antiken Mythologie noch heute faszinieren. Der Raum zwischen den griechischen Vasen war gefüllt, als Michael Helm Texte von Hesiod bis Kafka vorstellte, quer durch die Wirkungsgeschichte mytischer Motive in der Literatur.
»EPIPHANEIA – Die geheime Kraft der Bilder von Raffael bis Picasso« heißt die Ausstellung, die noch bis zum 2. Mai achtzehn kostbare Vasen der griechischen Antike zusammen mit Originalgraphik von Meistern der abendländischen Kunstgeschichte aus mehr als 500 Jahren ausstellt. Mit dieser Ausstellung begeht das Museum Haus Ludwig sein 20jähriges Bestehen.
Im Rahmen der Ausstellung fand auch die Lesung »Mythen der Antike – Von der Faszination der alten Geschichten und Motive bis heute« statt. Die Stadtbibliothek Saarlouis und das Museum Haus Ludwig hatten in Kooperation dazu eingeladen. Michael Helm las Auszüge aus der Theogonie Hesiods, erzählte vom Kampf der Titanen gegen die Kroniden, von Prometheus, Odysseus und Sisyphos und stellte an ausgewählten Beispielen auch die Bedeutung dieser Motive für spätere literaturgeschichtliche Epochen dar. Klassiker wie Goethe und Schiller, Gedichte von Hölderlin und Rilke waren unter anderem zu hören, ebenso wie Kafkas Text »Das Schweigen der Sirenen«.
Junge und ältere Zuhörer hörten die uralten Geschichten und Motive, die uns bis heute begleiten, die man offensichtlich immer neu erzählen kann, weil sie faszinieren und spannend sind.
Informationen im Internet
EPIPHANEIA: http://www.saarlouis.de/15727.php
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